Teamführung: Was ist das magische Dreieck erfolgreicher Teams?

Wie sieht Teamführung aus, die Teams erfolgreich macht? Darüber gibt es haufenweise Literatur und noch mehr Meinungen. Noch dazu kommt es immer auf den Kontext an – so dass es nicht die eine Antwort auf diese Frage gibt. Aber das magische Dreieck erfolgreicher Teams zeigt dir drei Bereiche, auf die es ankommt – und auf die du als Führungskraft deinen Fokus legen solltest.

Was ist das magische Dreieck erfolgreicher Teamführung?


Das magische Dreieck erfolgreicher Teamführung ist ein Modell, das Führungskräften zeigt, worauf sie ihren Fokus richten sollten. Wie alle Modelle versucht es, Komplexität zu reduzieren. Deshalb ist es sicherlich nicht die Zauberformel für alle Team- oder Führungsprobleme.

Aber es gibt Orientierung. Und es bringt auf entwaffnend simple Weise auf den Punkt, worum es wirklich geht bei der Teamführung: ums Ziele erreichen, ums Vertrauen aufbauen und ums Probleme lösen.

Ich mag das Modell auch deshalb sehr gern, weil es das vermeintlich „softe“ Thema „Vertrauen aufbauen“ auf die gleiche Ebene stellt, wie das „harte“ Business-Thema „Ziele erreichen“.

Das magische Dreieck zeigt sehr schön, dass Vertrauen unabdingbar ist für erfolgreiche Teams. Und es zeigt auch, dass Teamführung immer ein Balance-Akt ist: Ziele erreichen geht nicht (oder nur mit erheblichem Kollateralschaden), wenn das Vertrauen fehlt oder Probleme ignoriert werden. Vertrauen allein löst nicht alle Probleme. Und wer nur mit Probleme lösen beschäftigt, der verliert leicht die Ziele aus den Augen.

Hier siehst du das magische Dreieck grafisch dargestellt:

Das magische Dreieck erfolgreicher Teamführung besteht aus den drei Polen Vertrauen aufbauen, Ziele erreichen, Probleme lösen.

Wenn du dein Team erfolgreich führen willst, solltest du immer alle drei Bereiche im Fokus haben. Was das genau bedeutet schauen wir uns jetzt mal gemeinsam an.

1. Vertrauen aufbauen


Vertrauen ist das Fundament für erfolgreiche Teams. Fehlendes Vertrauen ist der Produktivitätskiller schlechthin: es kostet Zeit, Geld und Innovationskraft. Ohne Vertrauen wird im Team alles langsamer und komplizierter – und auf Dauer schlägt fehlendes Vertrauen erst aufs Gemüt und dann sogar auf die Gesundheit.

Vertrauen schafft ein sicheres Umfeld. Wenn ich weiß, dass ich meinen Teammitgliedern und meiner Führungskraft vertrauen kann, dann kann ich ganz anders und freier handeln: ich traue mich, auch mal ein Risiko einzugehen – weil ich weiß, dass meine Führungskraft hinter mir steht, selbst wenn es schief geht (Stichwort Fehlerkultur). Ich haue auch mal eine ungewöhnliche Idee raus – ohne Angst vor schiefen Blicken. Ich teile Informationen freizügig, weil ich mich darauf verlassen kann, dass alle im Team respektvoll damit umgehen. Ich kann mutig Entscheidungen treffen, ohne zig Abstimmungsschleifen. Und ich weiß jederzeit, woran ich bin, weil meine Kolleg*innen mir ehrliche Rückmeldungen geben.

Es lohnt sich also, Zeit und Energie in den Aufbau von Vertrauen zu investieren. Aber wie geht das?

Die Vertrauensformel gibt ein paar sehr gute Hinweise darauf, was Vertrauen fördert und was es eher behindert. Eine gezielte Teamentwicklung kann Vertrauen aufbauen – vor allem bei neu zusammen gesetzten Teams oder nach Führungswechsel ist das eine gute Idee. Wenn du das mit deinem Team anpacken möchtest, dann kontaktiere mich gerne.

Auch im Arbeitsalltag lassen sich gut vertrauensbildende Maßnahmen einbauen:

2. Ziele erreichen


Vertrauen ist die Basis für Erfolg. Aber der Zweck von Teams ist, dass sie gemeinsam auf ein Ziel hin arbeiten. Da fällt deutlich leichter, wenn das Ziel klar und deutlich ist und wenn alle zu jeder Zeit einen Überblick darüber haben, wie es denn mit der Zielerreichung gerade steht.

Es ist dabei nicht entscheidend, ob dir als Führungskraft die Ziele klar sind (oder ob du denkst, dass sie allen klar sind). Es geht darum, ob jedem einzelnen Teammitglied klar ist, was die Ziele sind. Mach doch einfach mal einen kurzen Test, und bitte jeden aus deinem Team aufzuschreiben, was eure 3 wichtigsten Ziele. Danach macht ihr einen Abgleich.

Wenn ich diese Übung mit Teams mache, kommen oft sehr interessante Ergebnisse heraus. Und die sind immer ein sehr guter Hinweis darauf, wo du als Führungskraft noch mal nachschärfen darfst. Wenn nämlich das Ziel nicht klar ist, dann stehen die Chancen gut, dass alle in unterschiedliche Richtungen laufen. Und das bringt euch nicht näher zum Ziel – und ist eine Quelle von Missverständnissen und Problemen, die es dann zu lösen gilt.

Was es zum Ziele erreichen – vor allem in Veränderungssituationen – sonst noch braucht, habe ich in diesem Blogartikel beschrieben.

3. Probleme lösen


Auch wenn Vertrauen da ist und die Ziele klar und im Blick: auf dem Weg zum Ziel tauchen im Team immer wieder Probleme auf. Fachliche Hürden – oder zwischenmenschliche.

Teamprobleme zu lösen und Hürden aus dem Weg zu räumen ist eine der wichtigsten Aufgaben von Teamführung. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Manchmal aber auch ausgewachsene Hinkelsteine, die da den Weg blockieren. Egal wie groß oder klein das Problem ist: nimm es als Führungskraft ernst und fühl dich verantwortlich.

Manchmal bedeutet das einfach ein: „Bitte gib dieses Feedback doch direkt an deinen Kollegen – ich bin mir sicher, dass ihr das gemeinsam aus der Welt schaffen könnt“. Manchmal braucht es aber mehr Einmischung, mehr Nachfragen, Verstehen oder eine Entscheidung. In manchen Fällen kann auch eine Unterstützung von außen hilfreich sein.

Wenn du grade nicht weißt, wie du ein Teamproblem lösen sollst, dann kontaktiere mich gern. Im Leadership-Sparring kommst du garantiert auf eine pragmatische Lösung.

Fazit


Teamführung ist ein Balance-Akt. Wenn du die drei Eckpfeiler Vertrauen aufbauen, Ziele erreichen und Probleme lösen gleichermaßen im Blick hast, dann bist du gut gewappnet für euren gemeinsamen Erfolg.

Manchmal hilft dabei ein Blick von außen. Wenn der auch für dich hilfreich sein könnte, dann schau doch gern mal, ob eines meiner Angebote für dich passen könnte.

Kontaktiere mich gerne, um mehr zu erfahren.






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