1. Arbeit darf Spaß machen.
Spaß bei der Arbeit macht uns produktiver, innovativer und gesünder. Wo Spaß und Leichtigkeit ist, da sind auch die guten Ergebnisse nicht weit: die Ideen sprudeln, die Zusammenarbeit wird besser und selbst schwierige Aufgaben sind stemmbar.
2. Arbeit darf anstrengend sein.
Wir dürfen unseren Mitarbeitenden ruhig etwas zu-MUT-en. Es gibt leichte Phasen und es gibt schwierige Phasen. Wir sprechen offen und ehrlich mit unseren Teammitgliedern darüber.
3. Jeder Mensch will einen Beitrag leisten.
Unsere Mitarbeitenden möchten mit ihren Fähigkeiten zu etwas Größerem beitragen – und stolz sein auf das, was sie geleistet haben. Das ist uns in die Wiege gelegt. Jeder Mensch möchte selbstwirksam sein.
4. Erfolg braucht Klarheit.
Was ist der Nordstern, auf den wir mit unserem Team hinarbeiten? Was ist das große Ziel? Und wozu ist es wichtig, das zu erreichen? Es gibt viele Wege, die zu diesem Ziel führen können – aber das Ziel muss eindeutig klar sein.
5. Was klar ist, entscheidet das Team.
Wenn für uns etwas klar ist, heißt das noch lange nicht, dass das auch für unser Team klar ist. Erfahrungen, Wissen, Persönlichkeit und Position prägen unseren Blick auf die Welt. Es lohnt sich, Zeit und Mühe in den Klarheitsabgleich zu investieren. Das spart uns und unserem Team Enttäuschungen und unnütze Arbeit.
6. Vertrauen ist die Basis für alles.
Wir priorisieren den Aufbau von Vertrauen im Team. Vertrauen ist wie die Luft zum Atmen: wenn es da ist, nehmen wir es für selbstverständlich – ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. Erst wenn es plötzlich fehlt, macht es sich bemerkbar: auf einmal wird alles zäh, anstrengend, kompliziert und langwierig.
7. It’s the Verhältnisse, stupid!
Wenn wir uns über jemanden in unserem Team ärgern, dann fragen wir uns zuerst: welche Verhältnisse haben zu diesem Verhalten geführt? Menschen handeln immer lokal rational: aus der eigenen Sicht heraus logisch. Wenn wir ein anderes Verhalten sehen möchten, dann lass uns für andere Verhältnisse sorgen.
8. Emotionen gehören an den Arbeitsplatz. Und zwar alle.
Wir begrüßen Emotionen. Sie sind eh da und sitzen mit am Tisch – es sei denn, wir arbeiten mit Robotern. Emotionen sind wertvolle Hinweise dafür, wie wir im Team besser arbeiten können.
9. Reden hilft. Immer!
Bauchgrummeln verschwindet durch Reden. Fragezeichen lösen sich auf durch Reden. Ideen werden besser durch Reden. Probleme werden bearbeitbar durch Reden. Einfach mit einander reden – hilft immer.
10. Ein Workshop ist nicht immer die Lösung. Aber ohne Workshop löst sich nix.
Gruppenintelligenz bewirkt mehr, als wenn alle einzeln vor sich hin denken. Schnittstellen, End-to-End-Prozesse und zwischenmenschliche Themen lassen sich nur gemeinsam klären. Wir brauchen nicht für alles einen Workshop. Aber ein guter Workshop kann ein Game-Changer sein.
11. Mut zur Schwäche ist die wahre Stärke.
Was wäre, wenn wir und unsere Teammitglieder ihre Energie nicht fürs Schauspielern und „so-tun-als-ob“ aufwenden müssten? Was könnten wir mit der freigewordenen Energie alles bewerkstelligen? Wir sind Vorbild – und haben Mut zur Schwäche.
12. Leadership ist ein Dialog. Change Leadership erst recht.
Nur wenn wir wissen, was bei unserem Gegenüber ankommt, können wir wirksam führen. Wir gehen in den Dialog. Wir interessieren uns für die Fragen, die Sichtweisen und Ideen unserer Teammitglieder. Und auch für ihre (kritischen) Rückmeldungen an uns. In unsicheren Zeiten gilt das ganz besonders.
13. „Keine Zeit“ ist eine Lüge.
Keine Zeit für eine vernünftige Auftragsklärung? Keine Zeit für einen Workshop? Keine Zeit für das Feedbackgespräch? Aber genug Zeit, um uns über schlechte Ergebnisse zu ärgern, die gleichen Probleme immer wieder anzupacken und die Spannungen im Team wegzumoderieren? Wenn wir das nächste mal „Keine Zeit“ sagen oder denken – think again…
14. Erfolgreiche Teams fallen nicht vom Himmel.
Ohne Fleiß kein Preis – und kein starkes, effektives Team ohne Entwicklungsprozess. Teamerfolg ist kein Zufall – sondern gemeinsame Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg. Und bei diesem Prozess dürfen wir uns gerne begleiten lassen.
15. Love it, change it, or leave it!
Wir lieben was wir tun. Wenn es noch nicht ganz passt, dann arbeiten wir dran, es zu ändern. Wenn es auch nach vielen Versuchen und viel investierter Energie nicht zu ändern ist – dann denken wir drüber nach, es loszulassen. Das gilt auch für die Arbeit mit unserem Team.
Würdest du gerne an der Wirksamkeit deiner Teamführung arbeiten? Gerne begleite ich dabei als Sparringspartnerin.





Wow – dein Manifest hat mich richtig wachgeküsst. ✨
Ich hätte mir in meiner Angestelltenzeit so sehr gewünscht, von einer Führungskraft begleitet zu werden, die nach diesen 15 Leitsätzen handelt. Das wäre ein echtes Dream-Team geworden!
Deine Mischung aus Klarheit, Menschlichkeit und gesundem Humor ist Gold wert:
Arbeit darf Spaß machen und anstrengend sein, Emotionen gehören an den Tisch, Vertrauen ist die Luft zum Atmen – und „keine Zeit“ ist wirklich die größte Plattitüde und Selbstlüge – nicht nur im Arbeitsalltag.
Deine Worte zeigen, wie Teamführung sein kann – wirksam, menschlich und voller Haltung.
Danke fürs Teilen. Es inspiriert, macht Mut und hat richtig Schwung.
Herzlich,
Katja
Liebe Katja – herzlichen Dank für die schöne Rückmeldung. Die hat mich ihrerseits wachgeküsst.🤩 Es freut mich sehr, dass mein Manifest so eine positive Resonanz bei dir erzeugt hat. Und danke, dass du meine Haltung zum Thema Führung so schön in Worte gefasst hast: eine Mischung aus Klarheit, Menschlichkeit und gesundem Humor. Das trifft es auf den Punkt – und die Formulierung leih ich mir gern mal aus.
Herzliche Grüße,
Evelyn