40+ Anzeichen, dass Teamentwicklung eine gute Idee für dein Team wäre

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Teamentwicklung? Auf jeden Fall dann, wenn du eines oder mehrere der folgenden Anzeichen über einen längerern Zeitraum in deinem Team wahrnimmst:

  1. Du hast das Gefühl, dass dein Team mit angezogener Handbremse unterwegs ist.
  2. In deinem Team gibt es häufig Missverständnisse: zwischen dir und dem Team oder zwischen einzelnen Teammitgliedern.
  3. Diese Missverständnisse führen immer wieder zu Doppelarbeit und Frust.
  4. Manche deiner Teammitglieder reagieren öfter gereizt oder empfindlich.
  5. Deine Teammitglieder reden oft übereinander – statt miteinander.
  6. Es wird selten gelacht.
  7. Du wirst als Führungskraft häufig als „Schiedsrichter*in“ in Konflikte zwischen Teammitgliedern einbezogen.
  8. Du hast als Führungskraft noch nie ein Feedback von deinen Teammitgliedern bekommen.
  9. In deinem Team wird sehr vorsichtig kommuniziert. Es herrscht das Gefühl vor, jedes Wort abwägen zu müssen, um niemandem auf die Füße zu treten.
  10. Bei Feedbackrunden in deinem Team gibt es keine kritischen Anmerkung.
  11. Auf die Frage nach Input oder Ideen erntest du häufig Schweigen.
  12. Wenn etwas schiefgeht, wird das gerne unter den Teppich gekehrt.
  13. Die Teammitglieder geben sich untereinander kein Feedback.
  14. Deine Teammitglieder treffen ungern Entscheidungen und delegieren sie lieber zu dir. Wenn sie doch mal Entscheidungen treffen, sichern sie sich vorher doppelt und dreifach ab.
  15. Bei Fehlern oder Pannen ist der erste Impuls in deinem Team, einen Schuldigen zu suchen, statt eine Lösung zu finden.
  16. Du gibst außerhalb der formalen Mitarbeitergespräche nur sehr selten Feedback.
  17. In deinem Team wird öfter mal „hintenrum“ geredet oder gelästert.
  18. Du bekommst wenig offene Rückmeldung, selbst wenn du nachfragst.
  19. Du hast oft das Gefühl, dass du den „Karren“ ganz allein ziehen musst.
  20. In deinem Team haben sich Grüppchen oder Lager gebildet.
  21. Die Stimmung war schon mal besser.
  22. Du hörst dich öfter sagen: „Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!“
  23. Du hast das Gefühl, dass in deinem Team unterschiedliche Ziele verfolgt werden.
  24. Dein Team ruft nach besseren Prozessen.
  25. Deine Teammitglieder lamentieren viel – auch über Kleinigkeiten.
  26. Deine Teammitglieder beklagen sich über zu viel Arbeit.
  27. Dein Team ruft nach klaren Regeln und Verantwortlichkeiten.
  28. Deine Teammitlieder beschweren sich, dass alles total überreguliert ist und sie überhaupt keinen Freiraum haben.
  29. Deine Teammitglieder beschweren sich über Micromanagement.
  30. Du verbringst als Führungskraft sehr viel Zeit mit „Feuerlöschen“ und kommst nicht zu den wichtigen Dingen.
  31. Wenn Kolleg*in XY im Meeting spricht, verdrehen manche genervt die Augen oder schauen demonstrativ auf den Boden.
  32. Bei Online-Meetings haben manche Teammitglieder permanent die Kamera aus – auch wenn ihr vereinbart habt, dass die Kamera an sein soll.
  33. Manche Teammitglieder erscheinen permanent zu spät oder gar nicht zu Meetings.
  34. Deadlines und Commitments werden nicht eingehalten.
  35. Wenn du als Führungskraft den (virtuellen) Raum betrittst, wird schnell das Thema gewechselt.
  36. Deine Teammitglieder bringen wenig bis gar keine proaktiven Vorschläge ein.
  37. Meetings ziehen sich: Diskussionen drehen sich im Kreis, Entscheidungen kommen nicht zustande.
  38. Das Energielevel im Team ist niedrig. Es ist wenig Motivation und Begeisterung zu spüren.
  39. Verantwortung wird hin und her geschoben – niemand fühlt sich zuständig und Aufgaben „bleiben liegen“.
  40. Es ist wenig gegenseitige Unterstützung spürbar – jeder schaut nur auf sich.
  41. Krankmeldungen häufen sich.
  42. Wenn du „social events“ wie ein gemeinsames After Work vorschlägst, hat niemand Lust.
  43. Es wird kritisch beäugt, was die anderen im Team tun oder nicht tun.
  44. Du musst dich ständig für deine Entscheidungen rechtfertigen.

Wenn du eines oder mehrere dieser Anzeichen in deinem Team wahrnimmst, dann solltest du den Ursachen für diese Symptome auf den Grund gehen.
Manchmal reicht dazu schon aus, deine Beobachtungen anzusprechen.

Manche Probleme lassen sich schnell klären – bei anderen wirst du rausfinden, dass die tiefer sitzen. Dann sind geeigentet Teamentwicklungsmaßnahmen sinnvoll.

Du musst aber nicht so lange warten, bis es brennt. Du kannst (und solltest idealerweise) auch proaktiv handeln.

Wenn du als Führungskraft ein Team neu übernimmst ist es immer eine gute Idee, Zeit in Teamentwicklung zu investieren. Und auch bestehende Teams sollten regelmäßig auf ihre Teamentwicklung schauen – und zumindest dafür sorgen, dass es genug Zeit und Raum für gegenseitiges Feedback gibt.

Denn wenn kritische Themen regelmäßig angesprochen werden, dann lassen sie sich meistens recht schnell und einfach klären. Auf jeden Fall schneller und unkomplizierter, als wenn sie ausgesessen werden und unter dem Teppich zu regelrechten Monstern heranwachsen.

Du denkst, dass in deinem Team eine Teamentwicklung angebracht sein könnte? Dann lass uns reden!

Lust auf konkrete Tipps und Denkanstöße, die dich und dein Team weiterbringen? Dann trag dich für meinen Newsletter ein und du bekommst 2 mal im Monat Nützliches rund um Teamentwicklung, Führung und Veränderung direkt in deine Inbox.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert